Unsere Sozialen Projekte

Schon bald nach der Gründung waren soziale Fragen von großer Bedeutung für die Unitas – das zeigt der Blick in die Geschichte des Verbandes. Viele frühe sozialpolitische Initiativen gingen von Unitariern aus. Namen wie Franz Hitze , Heinrich Pesch , Georg Werthmann oder Paul Jostock zeigen, dass der Verband über eine große „soziale“ Ahnengalerie verfügt, deren Erbe er sich bis heute verpflichtet weiß.

Soziales Engagement in der Unitas ist in einem dreifachen Sinn zu verstehen:

  • gute theoretische Grundlegung in der katholischen Soziallehre
  • praktische Umsetzung der Ideen in konkrete Projekte
  • Mitsprache bei aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen und Bewusstseinsbildung für soziale Ungerechtigkeiten.

Unsere Devise: Aus Mitmachern müssen Macher werden, aus Zuschauern Akteure!

Auch in der heutigen Zeit heißt es sensibel bleiben für Ungerechtigkeit und Benachteiligung. Ein Studenten- und Akademikerverband wie die Unitas kann zwar nicht die Welt verändern. Aber er kann kleine Zeichen setzen, die das soziale Gewissen wachhalten – sowohl auf Verbandsebene als auch in den vielen lokalen Anstrengungen der einzelnen Vereine an den verschiedenen Hochschulorten .

 

Gemeinsam für Studenten aus dem Nahen Osten

Mit dem Unitas-Verbandsprojekt 2017-2020 begleitete der Unitas-Verband vor allem christliche Studierende aus Ländern des Nahen Ostens, um ihnen eine Perspektive für Ausbildung und Beruf in ihrer Heimat oder in Deutschland zu geben. Die Studentinnen und Studenten aus den Krisengebieten des Nahen und Mittleren Ostens wollen in Deutschland mit unterschiedlichen Aufenthaltstiteln ihr Studium beginnen, fortsetzen oder beenden und erfahren praktische Solidarität.

Mit dem auf der Initiative von Unitas Ruhrania in Essen beruhenden Projekt konnte zahlreichen Studierenden in direkten Notlagen durch Mietbeihilfen, Studienmaterial und Übernahme von studienbezogenen Gebühren geholfen werden, ihre persönliche Lebenssituation zu verbessern. So wurde ihr erfolgreiches Studium nachhaltig gefördert.

Internat der Caritas für Schulkinder in Prijedor

In Bosnien-Herzogowina hat der Unitas-Verband mit seinen Mitgliedern von 2003-2005 ein Internat der Caritas für Schulkinder unterstützt. In dem Internat im Bistum Banja Luka wurde insbesondere Kindern, die wegen der Kriegswirren der Vergangenheit keine Schulausbildung erhalten konnten, Gelegenheit gegeben, einen Schulabschluss an einer christlichen Schule zu erwerben.

Mit den Fördergeldern der Unitarierinnen und Unitarier konnte die Schule umfassend renoviert und auf 20 Plätze ausgebaut werden. Das im Bistum des Ehrenmitglieds des Unitas-Verbandes, Bischof Dr. Franjo Komarica (u.a. Träger des Heinrich-Pesch-Preises), gelegene Projekt wurde im Vorhinein vom bischöflichen Werk RENOVABIS geprüft, befürwortet und vorfinanziert.

Bau eines Kinder- und Jugenddorfes in Sachsen

Bereits mehrfach hat sich der Unitas-Verband für das Kinder- und Jugenddorf Markkleeberg in Sachsen engagiert. Während in den Jahren 1991-1996 überhaupt erst die Realisierung eines Kinder- und Jugenddorfes nach dem Konzept der Kinderdörfer der alten Bundesrepublik unterstützt wurde, stand 2009-2010 der Bau einer Sportstätte für die BewohnerInnen auf dem Programm.

Im ersten Projekt konnte unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundesinnenministers Bbr. Rudolf Seiters ein komplettes Haus aus den Reihen des Unitas-Verbandes in Markkleeberg bei Leipzig finanziert werden. Dieses Haus mit 25 Plätzen für Kinder und Jugendliche wurde 1996 auf den Namen des Unitariers Robert Schuman getauft.

Durch den im zweiten Projekt geförderten Bau eines Rasenplatzes für Spiel und Sport konnte ein wesentlicher Baustein zur Integration der Kinder und Jugendlichen des Jugenddorfes in das örtliche Wohnumfeld geschaffen werden.

Franz-Hitze-Gedächtniskirche

Zu den ersten Sozialprojekten des Unitas-Verbandes nach dem 2. Weltkrieg gehörte ab 1952 der Bau der Franz-Hitze-Gedächtniskirche in Neuenhaßlau im Landkreis Gelnhausen/Hessen. Mit Unterstützung des Unitas-Verbandes konnte am 10. Oktober 1954 von Bbr. Erzpriester Prälat Schultheis, damals Flüchtlingsseelsorger der Diözese Fulda und früher Pfarrer in Kamenz/Schlesien, der Grundstein gelegt werden.

Mit dieser Kirche sollte der große "Sozialapostel" des Unitas-Verbandes, Bbr. Franz Hitze geehrt und den katholischen Flüchtlingen in einer Arbeiter- und Flüchtlingsgemeinde ein Gotteshaus ermöglicht werden.

Am 3. Juni 1956 wurde die Franz-Hitze-Gedächtniskirche von Weihbischof Bolte von Fulda geweiht. Heute wird sie weiterhin als Gemeindekirche genutzt.

Mission in Aplerbeck

Das erste Projekt des Unitas-Verbandes war die Unterstützung der Missionsstelle in Aplerbeck (Diözese Paderborn) in den Jahren um 1874. Dieses geht vor allem zurück auf den damaligen großen klerikalen Teil der Unitas und wurde insbesondere durch die Bundesbrüder Ferdinand Steinhoff sowie den Gründer des Unitas-Verbandes, Bbr. Hermann-Ludger Potthoff, gefördert. Der indirekte Verbandsbeitrag für die Mission wurde in den damaligen Statuen für theologische Mitglieder der Unitas niedergeschrieben.

Neben der vorbehaltlosen Unterstützung der dortigen Missionsgemeinde nahmen sich die Bundesbrüder und insbesondere die damaligen Vorsitzenden der missionarischen Arbeit vor Ort an, um den Mitchristen ganz praktisch zu helfen.

... und viele weitere

Die Mitglieder des Unitas-Verbandes haben sich auch in zahlreichen globale und lokalen Projekte engagiert, wie u.a.

  • Aktivitas Dritte-Welt-Projekt
  • Begegnungshaus für Kinder in Osek
  • Centro de Formaciön Juvenil y Popular
  • Jugend- und Erwachsenenbildungszentrum für das Bistum Thiès
  • Jugendzentrum „Nuevo Nazareth"
  • Kinderheim „Haus Egypta"
  • Unitas-Patenbistum Salem
  • UV-Hilfe Karaganda