Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


1947 - Neustart

Bereits 1947 kann sich die Unitas - nach ersten Treffen im August 1945 und 1946 in Walberberg - auf der 70. Generalversammlung in St. Augustin als Verband neu konstituieren. Anders als andere Verbände muß er sich nicht wieder neu gründen. Mit Hilfe unitarischer Alter Herren und aus idealistischen Gruppen der Studentengemeinden finden nicht nur die meisten der traditionsreichen alten Vereine wieder sehr schnell zusammen. Auch diesmal ist der Verband für viele, die nach den Erfahrungen der Kriegszeit eine Orientierung suchen, eine Alternative.

Mit großem Schwung breitet sich der Verband, der 1958 wieder dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) beitritt, an alten und neuen Hochschulen aus - möglich war dies allerdings nur im Westen Deutschlands. 1947 sind wieder 13 Vereine am Start, ein Jahr später sind es bereits 22 und zur Generalversammlung in Bochum 1951 treffen sich sogar 44 aktive Vereine. Insgesamt werden bis 1966 allein 35 völlig neue Vereine an neuen Universitätsstandorten ins Leben gerufen. Ihr Programm: Arbeit für Kirche, Staat und ein vereinigtes Europa. Unitarier wie der französische Ministerpräsident Robert Schuman, Bundesminister Heinrich Krone und viele unitarische Bischöfe prägen maßgeblich das politische und kirchliche Leben nach dem Zweiten Weltkrieg.

1968-1974 sind Krisenjahre: Sie waren von der Auseinandersetzung mit der geistigen Herausforderung der 68er Jahre sowie wiederholten Diskussionen um die Öffnung des Verbandes für Studentinnen und um die Berechtigung traditioneller studentischer Formen geprägt. Alle studentischen Korporationsverbände erreichten in dieser Zeit eine Talsohle ihrer Entwicklung; viele Korporationen mussten suspendieren und Verbände glitten in die Bedeutungslosigkeit ab. Im UV galt: Festhalten an den alten Prinzipien. Dies sollte sich bewähren. Denn bis heute ist der Unitas-Verband, was die Zahl seiner aktiven Vereine und seine Verbandsarbeit betrifft, in einem stetigen Aufschwung begriffen. Als Mitträger der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Studentenverbände (AGV) haben sich die aktiven Vereine im katholischen Verbandsleben erneut profiliert. Dabei sind die einzelnen Vereine wie schon immer im Gegensatz zu anderen Verbänden niemals Massenverbindungen, sondern sie werden durch den inhaltlichen Anspruch der Unitas und das Gesamtverbandsprinzip geprägt.