Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


Franz-Hitze-Gedächtniskirche

Zu den ersten Sozialprojekten des Unitas-Verbandes nach dem 2. Weltkrieg gehörte auf Beschluss der 75. GV in Bochum 1952 der Bau der Franz-Hitze-Gedächtniskirchein Neuenhaßlau im Landkreis Gelnhausen/Hessen. Mit Unterstützung des UNITAS-Verbandes, auf Anregung des damaligen Verbandsgeschäftsführers Dr. Ludwig Florian konnte am 10. Oktober 1954 von Bbr. Erzpriester Prälat Schultheis, damals Flüchtlingsseelsorger der Diözese Fulda und früher Pfarrer in Kamenz/Schlesien, der Grundstein gelegt werden. 

Bauherr war der Pfarrer von Somborn, zu dessen Gemeinde Neuenhaßlau gehörte. Bbr. Dechant Dr. Leonhard Heid; ehrenamtlicher Architekt und Baumeister war Bbr. Josef Kierdorf aus Köln, die künstlerische Ausgestaltung der Kirche übernahm der Kunstmaler Bbr. Benedikt Schaufelberger aus Freiburg i.Br.

Mit dieser Kirche sollte der große Sozialapostel des Unitas-Verbandes, Franz Hitze geehrt und den katholischen Flüchtlingen in einer Arbeiter- und Flüchtlingsgemeinde ein Gotteshaus ermöglicht werden.

Franz Hitze (16.3.1851 - 20.7.1921) war 1875 der UNITAS Würzburg beigetreten, wurde 1887 zum Priester geweiht, 1880 Generalsekretär des Verbandes "Arbeiterwohlfahrt", von 1893-1921 Professor für christliche Gesellschaft an der Universität Münster, 1884-1918 Mitglied des Reichstages und 1919/1920 Mitglied der Weimarer Nationalversammlung.

Am 3. Juni 1956 wurde die Franz-Hitze-Gedächtniskirche von Weihbischof Bolte von Fulda geweiht.