Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


Übersicht

Nachwuchsförderung im Südwesten

Von:  BOEN

25.01.2018

Karlsruhe. Das Regionaltreffen der Aktivenvereine des Unitas-Verbandes in der Region Süd-West erfreut sich in den letzten Jahren steigender Beliebtheit. Nach den Stationen Darmstadt und Heidelberg hatten im Januar 2018 die Bundesbrüder der Unitas Franco-Alemannia nach Karlsruhe eingeladen. Die Aktiven nutzten dabei die örtliche Nähe zu den Mitgliedern des Beirats für Öffentlichkeitsarbeit, Nachwuchsförderung und Presse (BOEN) und vereinbarten die Ausrichtung eines Workshops zur Nachwuchsförderung. Gemeinsam mit Vertreterinnern und Vertretern aus Gießen und Heidelberg sowie dem extra aus Bonn angereisten Vorortspräsident Bbr. Simon Konermann wurden Erfahrungen rund um interne und externe Nachwuchsarbeit ausgetauscht.

Nach den einleitenden Worten des Karlsruher Seniors Bbr. József Pázmany übernahm der Vorsitzende des BOEN, Bbr. Dr. Jonas Neckenich, die Einführung ins Tagesthema. Eigentlich für eine deutlich höhere Anzahl von Aktiven und Vereinen mit zwei parallelen Workshopsessions ausgelegt, wurden die vorbereiteten Themen rund um die externe (Nachwuchswerbung, Bewerbungsgespräche, Sonstiges Engagement) und interne Nachwuchsarbeit (Nachwuchsbindung, Fuxenstunden, Burschen-/Damenaktivität) dem Plenum zur Abstimmung gestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wählten aus den sechs möglichen Unterthemen die Themen Bewerbungsgespräche, Nachwuchsbindung und Fuxenstunden, welche die Grundlage für die weiteren Diskussionen und die folgenden Workshops bilden sollten.

Thema 1: Fuxenstunden

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde sowie der Vorstellung der örtlichen Gegebenheiten durch je einen Vereinsvertreter starteten die Teilnehmer mit der ersten Session „Fuxenstunden“. Moderator Jonas Neckenich sammelte mit gezielten Fragen Informationen aus den Vereinen, um sie an der improvisierten Metaplanwand zusammenzutragen: „Wie gestaltet ihr Eure Fuxenstunden? Welche Medien setzt ihr ein und welche besonderen Erweiterungen zur Fuxenfibel werden bei Euch genutzt?“. Viele Ideen kamen zusammen, begeistert berichteten beispielsweise die Vertreterinnen der Unitas Maria Magdalena von Lückentexten und einem in Heidelberg genutzten Memory mit Ereignissen und Jahreszahlen. Eine Bundesschwester der Unitas Maria Montessori wusste von einem Computerspiel als interaktivem Lernspiel zu berichten.

Thema 2: Bewerbungsgespräche

Als zweites Thema leitete Bbr. Ingo Gabriel die Diskussion rund um das Thema „Bewerbungsgespräche“. Es wurden Aspekte und Erfahrungen zur Gewinnung, den vorhandenen und genutzten Plattformen, den Auswahlkriterien sowie dem eigentlichen Bewerbungsgespräch neuer Vereins- oder Zimmerbewerber gesammelt. Bereichernd an dieser Stelle für alle der intensive Austausch zwischen den Vereinen, bei denen sich Ablauf und Intention auf Grund der unterschiedlich großen Anzahl zur Verfügung stehenden Zimmer deutlich unterscheidet. Auch kritische Punkte hinsichtlich des stetigen Abwägens zwischen Spefux- und Zwischenmieter-Lösung wurden diskutiert und erörtert.

Thema 3: Nachwuchsbindung

Sind neue Spefüxe mal an Bord und haben sich nach dem Recipierungsantrag entschieden weiter beim Verein zu bleiben, stellt sich oft die Herausforderung, die neuen Mitglieder dauerhaft in die Gemeinschaft zu integrieren und den Verein zu binden. Im Themenblock „Nachwuchsbindung“ war genau diese Herausforderung zentrales Thema. Klarer Konsens herrschte bei der Überzeugung, dass gemeinsame, regelmäßige Veranstaltungen innerhalb und außerhalb des Semesterprogramms von großer Bedeutung sind. Sei es ein Jour-Fix in der Woche, gemeinsame unitarische Abende, der gemeinsame Besuch externer Veranstaltungen oder eine Aktivenfahrt.

Während der BOEN-Vorsitzende Bbr. Dr. Jonas Neckenich und Bbr. Ingo Gabriel zahlreiche Moderationskärtchen ausfüllten und die Diskussion der jeweiligen Themenbereiche leiteten, protokollierten die beiden weiteren BOEN-Mitglieder Bsr. Elisabeth Neckenich und Bbr. Lukas Beeck fleißig jede einzelne Idee, um am Ende ein Klarprotokoll verteilen zu können.

Nach einer kurzen Stärkung mit frisch zubereiteten badischen Spezialitäten kam man zur letzten Phase zusammen, bei der gemeinsam Erfolgsfaktoren einer guten Nachwuchsarbeit gesammelt und notiert wurden. Beim anschließenden Review der Veranstaltungen waren sich alle einig, dass die Workshops ein voller Erfolg gewesen waren und ein jeder neue Ideen und Anregungen mit in seinen eigenen Unitas-Verein nehmen konnte. Bbr. Simon Konermann machte am Ende auf die in diesem Jahr erstmals seit langem wieder stattfindende Chargentagung aufmerksam, die Ende September vom jetzigen Vorort zusammen mit dem BOEN ausgerichtet wird. Nach dem offiziellen Ende der Workshopphase führte Bbr. Lukas Beeck alle Gäste auf den Spuren Friedrich Weinbrenners durch die Karlsruher Innenstadt, um die Zeit bis zum abendlichen Gottesdienst- und Vereinsfestbesuch zu überbrücken.