Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


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Berliner Erzbischof Heiner Koch wird Ehrenmitglied der Unitas Berlin

Von:  Unitas Berlin

01.09.2017

BERLIN. Erzbischof Dr. Heiner Koch hat die Berufung zum Ehrenmitglied der Unitas Berlin im Verband der Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereine Unitas dankend angenommen. In seinem Schreiben teilte er der Hauptstadt-Unitas mit: „Aus meiner bisherigen studentischen, hochschulseelsorgerischen und bischöflichen Arbeit weiß ich die Bedeutung der Katholischen Studentenverbindungen zu schätzen und bin überzeugt, dass sie als profilierte Gemeinschaften in der Zukunft in unseren Hochschulen und Universitäten eine große Bedeutung behalten oder gewinnen werden.“

Die Unitas Berlin feiert mit ihm am Sonntag, 22.Oktober 2017, den um 10 Uhr beginnenden Semestereröffnungsgottesdienst in der St.-Hedwigs-Kathedrale und anschließend die Eröffnung des Akademischen Jahres 2017/18 im Bernhard-Lichtenberg-Haus. Die feierliche „Rezipierung“ wird voraussichtlich beim Stiftungsfest am 9./10. Dezember erfolgen. 

Heiner Koch, geboren am 13. Juni 1954, wuchs im Düsseldorfer Stadtteil Eller in der Gemeinde St. Gertrud auf, war dort KJG- und Ministrantenleiter und studierte nach dem Abitur am Düsseldorfer Geschwister-Scholl-Gymnasium Katholische Theologie, Philosophie und Erziehungswissenschaft an der Universität Bonn. Sein Studium schloss er mit dem Staatsexamen in Erziehungswissenschaft und der Promotion zum Dr. theol. mit einer Dissertation über „Befreiung zum Sein als Grundperspektive christlicher Religionspädagogik“ ab. An seinem 26. Geburtstag, dem 13. Juni 1980, empfing er im Kölner Dom das Sakrament der Priesterweihe und war bis Ende 1983 Kaplan an St. Martinus in Kaarst. Bis 1989 stand die Jugendseelsorge im Mittelpunkt seiner Arbeit: Er war Stadtjugendseelsorger und BDKJ-Präses im Stadtdekanat Neuss, zudem seit 1984 Hochschulpfarrer an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. 1989 wurde ihm die Leitung der Abteilung Erwachsenenseelsorge im Kölner Generalvikariat übertragen, zugleich war er Diözesan-Frauen- und Männerseelsorger und kfd-Diözesanpräses. 1992 übernahm Koch die Leitung der Hauptabteilung Seelsorge im Generalvikariat und wurde im Oktober 2002 wurde er zum stellvertretenden Generalvikar ernannt. In der benachbarten Kirche St. Mariä Himmelfahrt in der Kölner Marzellenstraße übernahm er 1989-2006 die Aufgabe des Rector ecclesiae, 1993-1998 war er Subsidiar an der Hohen Domkirche zu Köln und gehörte seit dem 1. August 1998 als Residierender Domkapitular dem Kölner Metropolitankapitel an. Papst Johannes Paul II. ernannte Heiner Koch am 19. September 1993 zum Kaplan Seiner Heiligkeit (Monsignore) und am 10. Februar 1996 zum Päpstlichen Ehrenprälaten. Für den Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften – seiner besonderen Leidenschaft - war Koch 1995-2014 als Bundespräses zuständig und ist ihr Ehren-Bundespräses.

Eine herausfordernde Aufgabe war die Vorbereitung und Durchführung des XX. Weltjugendtags in Köln: Hier war er 2002-2005 als Generalsekretär verantwortlich beteiligt. Papst Benedikt XVI. ernannte ihn am 17. März 2006 zum Titularbischof von Ros Cré (Irland) und zum Weihbischof in Köln, wo er als Bischofsvikar für den Pastoralbezirk Süd mit über 600.000 Katholiken für die Stadt Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis, den Rheinisch-Bergischen Kreis, den Kreis Euskirchen und die zum Erzbistum Köln gehörenden Pfarrgemeinden des Kreises Altenkirchen in Rheinland-Pfalz zuständig wurde. Zudem übernahm er das Amt als Bischofsvikar für die Seelsorge an fremdsprachigen Katholiken im Erzbistum Köln, als Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die deutschsprachige Seelsorge im Ausland und ab 2012 den Vorstandsvorsitz des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln e.V..

Am 18. Januar 2013 ernannte ihn Benedikt XVI. zum 49. Bischof von Dresden-Meißen, wo er durch den Metropoliten der Kirchenprovinz Berlin, Rainer Maria Kardinal Woelki, am 16. März in der Dresdner Hofkirche in sein Amt eingeführt wurde. Nur eine kurze Zeit später folgte er ihm selbst im Amt: Am 19. September 2015 übernahm er die Verantwortung als 10. Erzbischof von Berlin. Seit der Herbst-Vollversammlung 2014 der Deutschen Bischofskonferenz ist Heiner Koch Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie, in der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz hat er den Vorsitz der Unterkommission für Mittel- und Osteuropa. Er ist Mitglied der Gemeinsamen Konferenz der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Der Magistralkaplan des Malteserordens ist seit Beginn seines Studiums ist Koch Mitglied der Theologenverbindung V.K.Th. Burgundia Bonn. 1996 nahm er die Ehrenmitglied der K.D.St.V. Burgundia (Leipzig) Düsseldorf im CV an, seit 2006 ist er Ehrenmitglied der K.D.St.V. Alania Bonn im CV. Seinen heimischen Karnevalsgesellschaften in Düsseldorf und Köln ist er bis heute verbunden. Seine Mut machende Lebens- und Menschenzugewandtheit spricht auch aus seiner Devise, die er sich für seinen bischöflichen Dienst aus dem Brief des Apostel Paulus an die Philipper (4,4) gewählt hat: „Gaudete semper. Dominus prope“ / „Freut euch allezeit! Der Herr ist nahe.“