Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


Übersicht

In memoriam Bbr. Dr. Rudolf Hammerschmidt +++

Von:  Unitas-Verband e.V.

12.03.2018

Bbr. Dr. Rudolf Hammerschmidt, von 1974 bis 2002 erster Pressesprecher der Bischofskonferenz in Bonn und 1992-1996 Schriftleiter der Verbandszeitschrift „unitas“, ist am Sonntag, 11. März, im Alter von 80 Jahren nach schwerer Krankheit in Köln gestorben. In seiner Amtszeit arbeitete er mit drei Bischofskonferenz-Vorsitzenden zusammen, den Kardinälen Julius Döpfner, Joseph Höffner und Karl Lehmann, der wenige Stunden vor Bbr. Hammerschmidt starb.

Geboren am 17. April 1937 als Sohn des Hauptlehrers Otto und seiner Frau Margarete in Duppach (Eifel), nahm er mit 20 Jahren das Studium der Germanistik und des Sports an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn auf. Er schloss sich dem W.K.St.V. Unitas-Salia Bonn an, war im Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) aktiv und wurde schon in frühen Semestern im Jahr 1959 Vorsitzender des Allgemeinen Studenten-Ausschusses (AStA) der Universität. Er engagierte sich als verantwortlicher Redakteur der bundesweit erscheinenden katholischen Studentenzeitung „initiative" und war in der Katholischen Deutschen Studenten-Einigung (KDSE) aktiv. Nach seinem Wechsel ab 1963 an die Universität Wien wandte sich Bbr. Hammerschmidt intensiv der Zeitungswissenschaft, der Germanistik und der Philosophie zu, wurde Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung für politische Bildung und Studienförderung und 1966 mit einer Arbeit zur Medienpolitik in der Weimarer Republik unter dem Titel „Die Polemik der bürgerlichen Rechtspresse gegen das 'System'" zum Dr. phil. promoviert. Im Vorortsjahr 1966/67 übernahm Bbr. Rudolf Hammerschmidt mit der Unitas-Salia das Amt des Vorortspräsidenten des Verbandes der Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereine Unitas. 

Nach einem Jahr als Redakteur der Zeitung „Das deutsche Wort“ ging er von 1967 bis 1970 zur Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Bis 1974 arbeitete er unter anderem für die Zeitschrift „Gesellschaftspolitische Kommentare“ und den Gesellschaftspolitischen Informationsdienst. Ende 1973 trat Dr. Hammerschmidt in den Dienst der Deutschen Bischofskonferenz, wo er zunächst kurz mit dem damaligen Leiter Oskar Neisinger zusammen arbeitete. Zum 1. Januar 1974 übernahm er die Leitung des Referates Presse und Öffentlichkeitsarbeit im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, das er als Pressestelle auf- und ausbaute. Unter anderem kümmerte er sich um drei Papstbesuche, unzählige Bischofs-Vollversammlungen, aber auch um manches mediales Krisen-Management.

Der Unitas blieb er treu und streitbar weiter verbunden: 1990 übernahm er den Vorsitz des AHV Unitas-Salia, war 1997 verantwortlich für die Generalversammlung in Bonn und übernahm die Verantwortung für zwei Studenten-Wohnheime. Im Ruhestand engagierte er sich nach seiner Pensionierung 2002 bis Ende 2011 für einen Informationsdienst zu Gesundheitsthemen in Berlin und Bonn und war ab 2006 Vorstandsvorsitzender der kinderherzen - Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e.V.. – R.i.P.