Bild von Robert Schuman, gestaltet als Seitenhauptbild

„Der Respekt vor dem Recht des Anderen ist der Friede für alle.“


Robert Schuman - Biographie

Er war Zeit seines Lebens begeistert für die Ziele der UNITAS - Staatsmann, Europäer, Bundesbruder: Was wäre unser Kontinent heute ohne die Visionen und die konkrete Tat von Robert Schuman? Leben und Werk des großen Kämpfers für die europäische Idee - sie sind Vorbild für seine Bundesschwestern und Bundesbrüder bis heute...

1886 – geboren am 29. Juni als Jean-Baptiste Nicolas Robert Schuman in Clausen (Luxemburg)

1896-1903 – Großherzogliches Gymnasium „Athenaeum“ in Luxemburg am kaiserlichen Gymnasium in Metz.

1904-1908 – 1. Semester an der Universität Bonn, Eintritt in den Verband der Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereine UNITAS (Unitas-Salia), Studium der Rechtswissenschaft, Volks-, Welt- und Finanzwirtschaften, Wechsel zur UNITAS 1905 in München, 1905/06 in Berlin, 1906-08 in Straßburg und 1. Staatsexamen.

1908-1910 – Referendar in Metz

1910 – Promotion zum Dr. jur. mit „summa cum laude“

1911 – Philistrierung und Mitglied des dortigen UNITAS-Altherrenzirkels

1912 – 2. Staatsexamen, Mitglied der Görres-Gesellschatt

1913 – Organisator des Deutschen Katholikentages in Metz.

1918 – Stadtrat in Metz

1919 – Abgeordneter der französischen Nationalversammlung für die „Union Republicaine Lorraine“ (bis zur Verhaftung durch die Gestapo 1941), seit Beginn des II. Weltkrieges Staatssekretär für das Flüchtlingswesen

1941-1945 – Verhaftung durch die deutsche Besatzungsmacht, aus Lothringen ausgewiesen, deportiert in „Sonderhaft“ nach Neustadt/Weinstraße (Rheinland- Pfalz), Flucht in die Benediktinerabtei St. Martin bei Liguge, lebt versteckt in einem Trappisten-Kloster und in einem Waisenhaus

1945 – Abgeordneter des MPR für die Nationalversammlung, Präsident des Finanz-Ausschusses

1946 – Finanzminister

1947-1948 – Ministerpräsident

1948-1952 – Außenminister in acht Kabinetten der „politischen Mitte“, Außenpolitik mit europäischem Profil: 9. Mai 1950 „historische Erklärung“ für die neue Struktur Europas mit dem Vorschlag, die Grundindustrien Deutschlands und Frankreichs als ersten Baustein einer europäischen Föderation zusammenzulegen. Die „Montan-Union“ (1952) soll politisch zur „Federation de l'Europe“ führen. Seine wesentlich von ihm mit vorbereiteten Verträge zur „Europäischen Verteidigungsgemeinschaft“ und zur „Europäischen Gemeinschaft“ werden von der Nationalversammlung verworfen - die Zeit für seine Vision eines geeinten Europas ist noch nicht reif.

1953 – die von Schuman beeinflußte „Straßburger Konvention für Menschenrechte und bürgerliche Grundfreiheiten“ tritt in Kraft, heute in 26 europäischen Staaten für 500 Millionen Menschen gültig, prägt entscheidend die geistigen Grundlagen des KSZE-Prozesses

1953-1958 – in allen europäischen Ländern wirkt Schuman in zahllosen Vorträgen als „Pilger Europas“ und wirbt für seine politische Vision Europas

1958-1960 – Präsident des Europäischen Parlaments - zu seiner einmütigen Wahl gibt es stehende Ovationen für den „Vater Europas“

1958 – Karlspreis der Stadt Aachen

1959 – Erasmus-Kulturpreis zusammen mit Karl Jaspers

1963 – am 4. September stirbt Robert Schuman im Alter von 77 Jahren in Scy-Chazelles bei Metz

Der Seligsprechungsprozess ist eingeleitet.