Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


Kurze Übersicht

Der 1855 von Bonn und Tübingen aus begründete und älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands zählte als einer der größten Korporationsverbände in Deutschland und Österreich vor dem zweiten Weltkrieg fast 70 aktive Ortsvereine zwischen Königsberg und Straßburg, Innsbruck und Paris. Er wurde 1938 von den Nazis als "staatsfeindliche Organisation" verboten. Dem 1947 wieder konstituierten Verband gehören gegenwärtig 41 Unitas-Vereine an über 30 deutschen Hochschulen an, in denen über 500 Studenten aller Fakultäten zusammen leben, studieren und arbeiten. Fast 5000 ehemalige Aktive sind in 78 Altherren- und Hohedamenvereinen und 137 Ortszirkeln zusammengeschlossen.

Als erster der traditionellen Korporationsverbände öffnete sich die Unitas auch für Studentinnen. Während der 119. Generalversammlung des Unitas-Verbandes, die im Mai 1996 in Darmstadt stattfand, hat die Unitas die Studentinnenvereine als gleichberechtigte Mitglieder in den Verband aufgenommen.

Die Unitas ist Mitglied der Katholischen Akademikerarbeit Deutschlands (KAD) und im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) vertreten. Der Studentenverband arbeitet neben der Mitgliedschaft im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mit den anderen katholischen Studentenverbänden in der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Studentenverbände (AGV) und im Europäischen Kartellverband Christlicher Studentenverbände (EKV) zusammmen.

Die Unitas verleiht den Heinrich-Pesch-Preis für Verdienste um die wissenschaftliche Weiterentwicklung und die praktische Umsetzung der Soziallehre der Kirche.

Alle Unitas-Vereine führen an ihrem Hochschulort ein eigenes Programm mit wissenschaftlichen, religiösen und geselligen Veranstaltungen durch. Neben der jährlichen Generalversammlung finden Aktiventage, Regionaltagungen, Seminare für Vereinsleitungen und das Krone-Seminar zu Grundfragen katholischer Soziallehre und Politik statt.

Zum sozialen Engagement zählen Hilfsprojekte wie das Unitas-Patenbistum Salem/Indien, das Kinderdorf in Markleeberg bei Leipzig, Einzelobjekte für Entwicklungsländer und Notgebiete, Wohltätigkeitskonzerte und Aktionen für und mit älteren Mitbürgern.

Mit seinen Grundsätzen und seinem Programm richtet sich der Verband an katholische Studenten und Studentinnen jeder Nationalität - aber auch an katholische Schüler der Oberstufe und Auszubildende aller Berufsbildungsbereiche, die auf das Studium zugehen.

Damit sieht sich die Unitas als lebendiger Teil der Kirche, der die Befähigung zum mündigen Laien fördern will. Kern und Quelle des Vereinsleben ist die gemeinsame Eucharistie. Die Vereinsfeste werden zu Ehren der Verbandspatronate Thomas von Aquin, Bonifatius und Maria Immaculata gefeiert.