Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


Übersicht

News zur EKV-Strukturreform (jetzt mit Erfahrungsbericht)

Von:  EKV-Vertreter

24.02.2020

Ende Februar hat die ao. EKV KVV in Wien stattgefunden. Die Vertreter und Verbandsspitzen haben gemeinsam die neue Satzung, wie GO verabschiedet - damit ist die Strukturreform der letzten 2 Jahre abgeschlossen. Unter anderem bekommt das Präsidium nun einen Vorstand an die Seite gestellt, der sich auf die Lobbyarbeit in Brüssel konzentriert und das Präsidium bei seinen Aufgaben unterstützt.

Ein Erfahrungsbericht von Bsr. Emmylou Schädler (Unitas Maria Magdalena zu Heidelberg)

Elisabeth Justenhoven (Unitas Clara Schumann zu Bonn) und Emmylou Schädler (Unitas Maria Magdalena zu Heidelberg) verbrachten anlässlich der Kartellverbandsversammlung (KVV) mit dem EKV ein eindrucksvolles und interessantes Wochenende in Österreichs Hauptstadt.

Sprachlos - das beschreibt es wohl am besten. Als Elisabeth mich vier Wochen zuvor spontan einlud, die Arbeit des Europäischen Kartellverbandes christlicher Studentenverbände bei der KVV-Sitzung in Wien kennenzulernen, hatte ich noch kaum eine Vorstellung, was mich erwarten würde. Der EKV vereint ganze 120.000 Menschen aus 15 Ländern und über 600 Studentenverbindungen und will unser modernes, demokratisches Europa mit Lobbyarbeit, gemeinsamem Austausch und spannenden Veranstaltungsangeboten aktiv mit gestalten.

Unser Wochenende begann mit einer historischen Führung durch das wunderschöne Wien - und das vom ehemaligen EKV Präsidenten René Reich. In charmantem Wiener Akzent lud er uns auf Entdeckungstour durch seine Hauptstadt ein – angefangen bei den Wiener Flaktürmen (Hochbunkern) aus der NS-Zeit bis zur prunkvollen Hofburg, in der einst Kaiserin Sisi wandelte. Ganz am Ende machten wir noch einen großen Zeitsprung zur Anfangszeit Wiens: Denn auch, wenn damals nicht alle Wege nach Vindobona - wie Wien zur Zeit der Römer genannt wurde - führten, so hat Wien doch einiges an Geschichte aus der Römerzeit zu bieten. Die Führung ließen wir im gemeinsamen traditionell österreichischem Essen, natürlich dem ein oder anderen Bier sowie spannenden internationalen Begegnungen mit den Kbrkbr. aus Flandern enden.

Durch den EKV kennen René und Elisabeth Gott und die (europäische) Welt. Gemeinsam ging es danach zur Europakneipe beim Gastgeber des Wochenendes, der KÖStV Rudolfina Wien. Das schönste daran: gemeinsam zusammenkommen und feiern - egal ob KV, (Ö)CV, SchwStV, VCS, VfM, KVSR oder UV. Nicht nur an diesem Abend lernte ich Gäste aus Österreich, Belgien, Deutschland und der Schweiz kennen.

Als am Sonntag die außerordentliche Versammlung des EKV (die KVV) anstand, konnte ich hautnah erleben, wie viel Kompromissbereitschaft es aufzubringen gilt, wenn so viele Verbände und Länder aufeinandertreffen. Der aktuelle EKV-Präsident, MEP Lukas Mandl, berichtete zunächst von einigen Veranstaltungen seit der letzten KVV im November 2019: dem Empfang für den EKV beim Radio Vatican, sowie einem Gesprächsnachmittag im Vorfeld der Rudolfina Redoute mit dem ehemaligen Verhandler Österreichs und späteren ersten EU-Kommissar Kbr. Franz Fischler. Auch die noch anstehenden Veranstaltungen des aktuellen Jahres wurden besprochen: ein gemeinsames Projekt mit dem World Food Program, die Salzburger Hochschulwochen, eine EKV-Reise nach Brüssel im Oktober, sowie die zahlreichen Verbandsveranstaltungen der anwesenden Vertreter. Besonders interessant für alle Bsrbsr.: die jährliche Veranstaltung „Damen in Couleur“ der VCS (Vereinigung christlicher Studentinnenverbindungen Österreichs), die sich speziell an weibliche Verbindungsmitglieder richtet. In diesem Jahr wird u.a. auch der EKV-Präsident einen Gastbeitrag zur Rolle des EKV als internationale NGO im Europarat geben. Das Event wird vom 3. bis zum 6. April in Innsbruck stattfinden. Wer Interesse hat teilzunehmen, wendet sich bitte an unsere EKV-Vertreter.

Zentrales Thema dieser KVV war aber vor allem der Abschluss der Strukturreform, die 2018 in der Amtszeit des letzten EKV-Präsidiums im Rahmen der KVV in München begonnen hatte. Nach ersten Entwürfen im Juni 2019, an denen in Workshops im August in der Schweiz und im November in Wien gearbeitet wurde, konnten Satzung und Geschäftsordnung nun an dieser KVV per Abstimmung bestätigt werden. Die größte Änderung ist wohl die Einsetzung eines EKV-Vorstandes neben dem EKV-Präsidium. Wie schon in München 2018 von den Vorständen aller Mitgliedsverbände gewünscht, soll so das Präsidium vor allem bei der Lobbyarbeit in Brüssel unterstützt werden.
Die nächste KVV zur Wahl des neuen Vorstandes, wie eines neuen Präsidiums wird dann am 13. Juni im Rahmen der 134. C.V. in Regensburg stattfinden. Wer Interesse oder Vorschläge hat, meldet sich auch hier gerne bei den EKV-Vertretern.

Einen wirklich atemberaubenden Abschluss fand unser Aufenthalt in Wien dann am Montag mit der Rudolfina Redoute - dem größten Maskenball Europas in der Wiener Hofburg. Nicht nur, dass Österreichs Kanzler Sebastian Kurz neben mir stand; einen Wiener Walzer im Großen Ballsaal zu tanzen, war ein absolut unvergessliches Erlebnis. Auch für einen Bummel zum Schloss Schönbrunn, einen (ebenso unvergesslichen) originalen Wiener Kaiserschmarrn sowie Apfelstrudel und Gugelhupf war am nächsten Morgen noch Zeit.
Alles in allem ein ereignisreiches, spannendes Wochenende, das ich dank Elisabeth und dem EKV erleben durfte.

Mein Fazit: Wir können gespannt sein, was die Mitgliedschaft im EKV für uns in Zukunft noch bringen wird. Ich bin jetzt schon begeistert!