Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


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Unitas trifft syrische Studenten: Bewegender Abend in Hamburg!

Von:  Unitas-Verband e.V.

17.11.2017

HAMBURG. Das unitarisch-syrische Netzwerk wächst: Zehn syrische Studenten waren am 15. November zum Abendessen bei der Unitas Tuisconia eingeladen. Sie stammen aus Homs, Damaskus, Aleppo und anderen Städten ihres Landes, leben nun Hamburg und Umgebung. Und kamen nun auf Initiative von Bbr. Matthias Sacher über die christlich-arabische Gemeinde in Hamburg-Glinde mit der Nord-Aktivitas in der Hansestadt in Kontakt. Alle trafen sich zum ersten Mal, doch es wurde für alle zu einem bewegenden Abend mit nicht sehr alltäglichen Lebenszeugnissen und der Erkenntnis: Für die nach Deutschland gekommenen syrischen Kommilitonen bleibt es bei allen Anstrengungen schwierig, in der neuen Heimat Fuß zu fassen. Gründe liegen nicht nur in der schwierigen Situation auf dem Wohnungsmarkt im Hamburger Raum - auch die Wartezeiten und enormen Kosten für Sprachkurse sind eine große Herausforderung. Vor allem bleibt es schwer, andere Menschen kennenzulernen. Das soll sich mit der Unitas ändern. 

Der große Teil der Neuankömmlinge in Hamburg hat bereits in der Heimat Erfahrungen im Studium gemacht, zumeist in der Medizin. Bei uns im Land liegen schon die wichtigsten Schritte hinter ihnen: Dazu gehören die vorgegebenen sechs Deutschkurse bis zum muttersprachlichen Level, oft auch der erfolgreiche Abschluss des DSH-Kurses, der zum Besuch von Hochschulen und Universitäten nötig ist. Denn das ist ihr Ziel: Sie wollen ihre Talente und Fähigkeiten einbringen, zeigen, was sie können und ein neues Zuhause finden.

Dazu kann die Gemeinschaft der Unitas ein wichtiger Schlüssel sein - die Grundlage im Glauben und der unitarische Lebensbund im Umfeld der Universität und bundesweit bieten hier die besten Voraussetzungen. Aber die Unitas will es auch: Das stellt der Verband mit seinem aktuellen Sozialen Verbandsprojekt unter Beweis. Das auf der 140. GV in Bonn einstimmig beschlossene und auf drei Jahre angelegte Projekt will sowohl praktische Unterstützung als auch Netzwerkarbeit leisten. Dafür ist in Hamburg durch beherztes Handeln jetzt der nächste Knotenpunkt entstanden.

Um die Arbeit vor Ort zu intensivieren, haben sie gestern an der Alster auch schon Pläne geschmiedet. Für ihre Morgensitzung beim Vereinsfest Thomas von Aquin am Sonntag, 28. Januar 2018, gewannen die Tuisconen Dr. Matthias Gillner. Der Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr und Lehrbeauftragte für Katholische Theologie an der Universität Hamburg ist u.a. Vertreter des Erzbistums Hamburg in der Härtefallkommission Schleswig-Holstein. Der Inhalt seines Vortrages wird sich mit der Flüchtlingssituation und dem sozialen Verbandsprojekt auseinandersetzen.

Um die Arbeit noch besser zu vernetzen und die Kontakte zu stärken, ist aber noch mehr verabredet: Eine Bus-Tour soll im kommenden Frühjahr zur Unitas Ruhrania zum „Knotenpunkt Mitte“ nach Essen führen. Dort wollen sie die Don-Bosco-Niederlassung und das vom Unitas-Verband unterstützte Studentenwohnheim besuchen, damit sich alle mal treffen und kennenlernen können. Alle Aktivenvereine im ganzen Verband sind weiter gebeten, sich mit dem Sozialen Projekt in Verbindung zu setzen, wenn sie im Kontakt mit christlichen Studenten aus den Ländern des Nahen Ostens stehen. Um weitere Knoten am gemeinsamen Netzwerk zu knüpfen!