Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


Übersicht

Aktiventag in Aachen: Festamt und Podiumsdiskussion

Von:  Unitas-Verband

16.11.2014

Hochamt im Aachener Dom

Nachdem das Aktiventagswochenende schon mit einer Andacht im Aachener Dom begann, konnten die Teilnehmer am letzten Tag in der altehrwürdigen Atmosphäre des Baus als vorletzten Programmpunkt dem Hochamt beiwohnen. Während die Chargen die Chorhalle schmückten und der Mädchenchor des Domes die Messfeier beeindruckend musikalisch begleitete, folgte die Gemeinde den Ausführungen des Zelebranten, der zu Beginn die unitarischen Gäste begrüßte. Wie schon am Freitag war auch heute das Gleichnis der unterschiedlich verteilten Talente maßgebend für die inhaltliche Ausrichtung von Predigt und Fürbitten. Wer das Gleichnis höre, so der Zelebrant, müsse doch eigentlich von seiner negativen Ausrichtung des Textes irritiert und an unsere heutige Leistungsgesellschaft erinnert sein – der dritte Diener, der anders als seine Mitstreiter Angst vor Verlusten hatte und das ihm von seinem Herrn anvertraute Talent zur Sicherheit vergrub, wird für sein Bewahren noch bestraft, da er es nicht erfolgreich genutzt und vermehrt habe. „Doch wir müssen das Gleichnis anders betrachten, um zu seinem wahren Inhalt zu gelangen: wer sich die ihm anvertrauten Eigenschaften nicht zu eigen macht und ängstlich bleibt, enttäuscht die in ihn gesetzten Erwartungen.“ Auch unser Glauben sei darauf angelegt, mutig geteilt zu werden, um am Reich Gottes mitbauen zu können. Hier zitierte der Zelebrant Papst Franziskus und rief dazu auf, mutig in die Welt hinauszugehen, den Aufbruch im Wissen um und Vertrauen auf Gottes Anwesenheit und Hilfe zu wagen: „Wichtig ist, dass jeder nach seinen Talenten versucht an einer besseren Welt mitzuwirken.“

Podiumsdiskussion im Jakobus-Haus

Inhaltlicher Abschluss der dreitägigen Tagung der Aktivenvereine: Bbr. Prof. Dr. Hubert Braun (Unitas Markomannia) moderierte die abschließende Podiumsdiskussion zum Thema "Hochschule und Studium: Quo vadis?" mit Bbr. Martin Wolf (Unitas Assindia), Bbr. Christian Tovar (Unitas Assindia) und Alt-VOP Bbr. Sebastian Sasse (Unitas Ruhrania).

Zentrale Fragestellung war zum einen der Anteil wirtschaftsunternehmerischer Bereiche in Hochschulen und die Auswirkungen des Bologna-Prozesses. Neben der Unumkehrbarkeit des Prozesses beschäftigten sich die Diskutierenden mit dem Anstieg der Studierendenzahl und der Zufriedenheit mit der Lehre. Ein weiterer wichtiger Punkt war das scheinbar herrschende Desinteresse heutiger Studierender an Hochschulpolitik.

Man kam zum gemeinsamen Ergebnis, dass die Studienreform abgeschlossen sei und besser laufe als anfangs gefürchtet. Zudem sei sie von den Studierenden größtenteils angenommen und akzeptiert. Die Aufgabe für jeden Einzelnen sei es, aus dem Studium das Beste für seine persönliche und wissenschaftliche Entwicklung zu ziehen.

Der Hochschulpolitische Beirat des Unitas-Verbandes, Bbr. Prof. Dr. Hubert Braun, richtete zum Ende der Podiumsdiskussion und damit des gesamten Aktiventages seinen Appell an alle Aktiven: „Nutzt euer Interesse und macht Hochschulpolitik – der Hochschulpolitische Beirat sucht immer Nachwuchs und eifrige Studenten.“

Abschluss

Die begeisterten Teilnehmer blicken zurück auf drei interessante, spannende Tage im Kreise vieler Bundesbrüder und Bundesschwestern aus ganz Deutschland.

Verbandsgeschäftsführer Bbr. Torsten Waibel (Unitas Palatia) dankte allen Anwesenden für ihre Disziplin und tatkräftige Teilnahme an den Veranstaltungen. Insbesondere überbrachte er den Dank aller Teilnehmer an die Ausrichter der Aktiventage die Unitas Assindia unter Führung von Bbr. David Beumers sowie an den Hochschulpolitischen Beirat des Verbandes Bbr. Prof. Dr. Hubert Braun (Unitas Markomannia).