Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


Übersicht

Ein Jahresauftakt in drei Akten

Von:  Unitas Franco-Alemannia

18.01.2017

Dreikönigsveranstaltungen der Unitas Franco-Alemannia

Karlsruhe. Zum Auftakt des neuen Jahres 2017 konnte die Aktivitas mit drei Veranstaltungen an den Tagen vom 6. bis zum 8. Januar aufwarten. Begonnen wurde das ereignisreiche Wochenende mit der mittlerweile traditionellen Dreikönigskneipe, zu der sich, sehr zur Freude der Aktiven, auch viele junge Alte Herren im Conventraum des Unitas-Hauses einfanden. Ebenso erfreulich war auch, das Bbr. Thomas Bressner seine Philistrierung zum Anlass nahm, gemeinsam mit dem Senior und Präsiden des Abends, Pascal Rogg, und Consenior Matthias Kluge der Kneipe vorzusitzen.

In seiner Prinzipienrede, in der der amtierende Senior an das Semsterthema "Baukultur" anknüpfend einen Vergleich zwischen der Unitas und einer Mauer zog, machte er darauf aufmerksam, dass die Steine der Mauer, die einzelnen Mitglieder und Teile der Unitas auch ihre Ecken, Kanten und Unregelmäßigkeiten haben dürften. Eine gute Mauer sei trotzdem stabil solange sie auf einem soliden Fundament, unseren Prinzipen, fußt und durch guten Mörtel, den regen Kontakt unter Bundesschwestern und Bundesbrüdern, zusammengehalten würde. Dass die Unitas aber kein starres Gebilde ist, wurde auch im weiteren Verlauf des Abends sichtbar: Neben der Verabschiedung vom Altburschen Thomas Bressner ins Philisterland, durften wir die Neofuxen Péter Pintér und Jorge Pedrazas rezipieren und so in die Runde unserer Aktiven aufnehmen. Zudem nahm das Präsidium die Burschung unseres Fuxen Jonathan Erb vor.

Am Samstag trafen sich von der Kneipe erholt, etwa 15 Alte Herren und Aktive im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) zum Besuch der Ausstellung "Frei Otto, denken in Modellen", die Frei Otto, einem der international bekanntesten, zeitgenössischen Architekten Deutschlands, gewidmet ist. Otto, auf dessen Konto unter anderem die Architektur des Münchner Olympiastadions geht, orientierte sich bei seinen Entwürfen und Ideen stets an der Natur, zum Beispiel Spinnweben oder Seifenblasen und führte an detaillierten Modellen Erprobungen seiner Konzepte durch. Somit war es ihm möglich, stabile und gleichzeitig ästhetische Bauwerke zu entwerfen, die ihn zum Vordenker moderner Leichtbauweise machten. Nach einer etwa 90-minütigen Führung durch die Ausstellung konnte sich  jeder Zeit nehmen und mit verbessertem Blick fürs Detail die Exponate nochmals in Augenschein nehmen.

Nach dem unitarisch gut besuchten Gottesdienst am Sonntag im nahegelegenen St. Bonifatius begaben sich ein weiteres Mal viele Unitarier auf den Weg in die Eisenlohrstraße. Bei malerischem Winterwetter, mit Schnee und Sonnenschein wurden auf dem Grill unter der Linde im Hof die erste Wurst, das erste Steak und das ein oder andere Mal auch der erste Grillkäse des Jahres zubereitet. Dabei kamen einmal mehr Personen jeder Altersklasse, vom Kleinkind bis zum Rentner in Kontakt und so kam das Dreikönigs-Grillen erst am späten Nachmittag bei Kartenspielen zu einem Ausklang und nach einem Wochenende der regen Aktion wurde es wieder etwas ruhiger auf dem Unitas-Haus.

Wie auch in den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass der unitarische Jahresauftakt aus Kneipe, Gottesdienst und Grillen einen gelungenen Start ins neue Jahr darstellt, der älteren und jüngeren Semestern der Unitas samt Familien die Möglichkeit gibt sich auf dem Unitas-Haus zusammenzufinden.