Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


Wohnheim

Old Lady: Das Rhenanenhaus

Das „dienstälteste“ in Betrieb befindliche Vereinsheim im Unitas-Verband ist zweifellos das Haus an der ehemaligen Offiziers-Kaserne in der Bonner Ermekeilstraße. Schon in den ersten Jahren der Bonner Unitas Rhenania wurden hier Nägel mit Köpfen gemacht: Nach kurzer Suche war das 1882 erbaute Haus in der Ermekeilstraße 26 in Bonn-Poppelsdorf gesichert und der „Verein Haus Unitas- Rhenania Bonn e.V." übernahm den Betrieb. Noch diente es nicht als Wohnheim, sondern nur für Gemeinschaftsveranstaltungen. Die waren nach der nationalsozialistischen Machtergreifung vorbei, denn am 24. Juni 1938, wenige Tage nach dem Verbot der katholischen Studentenverbände durch die Gestapo, wurde das Haus beschlagnahmt und versiegelt. 1941 folgte die Enteignung, nach dem Krieg betrieben bis 1948 Briten und Belgier ein Offizierskasino. Erst ein Jahr später vereinbarten die Bonner Unitas-Vereine die gemeinsame Nutzung, 1952 erfolgte die Rückerstattung.

Bis in 1995/96 folgten viele Umbauten und Erneuerungen vom Keller bis zum Dach, wo das Geschoss vollkommen neugestaltet wurde. Insgesamt stehen heute im Rhenanenhaus neben der Kellerbar, dem Salon, einer Küche und dem großen Garten 11 Zimmer mit Hochbetten für Studierende zur Verfügung. Im urigen Kneipsaal unterstreicht der 1992 verlegte Eichenholzboden den edlen Charakter des Raumes, im Erdgeschoss wurde 1998 ein ansprechender Salon mit einer Bibliothek eingerichtet. Zum 100-jährigen Bestehen der Unitas-Rhenania 2012 wurde das Haus mit beim ZHBV angesparten Mitteln „auf Vordermann“ gebracht, erhielt eine neue Eingangstür und die Fassade wurde erneuert.