Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


Übersicht

Story Palatia – Teil III – Die Postmoderne

Von:  Unitas Palatia zu Darmstadt

11.03.2020

Geschichte der Palatia – Teil III – Die Postmoderne
Die Verbandaktivitäten der Unitas Palatia, seit der Wiederbegründung im Jahre 1985

Eine der ersten Amtshandlungen der neubegründeten Unitas Palatia am 02.11.1920 war eine Fahrt zur Unitas nach Frankfurt am darauffolgenden Wochenende. Auch die freitägliche Exkneipe, an der alle wichtigen Entscheidungen bezüglich des damaligen unitarischen Kränzchens besprochen werden sollten, wurden am ersten Konvent beschlossen. Damit bekannten sich schon die Gründungsväter der 20ziger Jahre zu Verband und altstudentischem Brauchtum.

1983 fanden sich wieder drei neue Unitarier ein, die in Frankfurt, Würzburg und Mainz rezipiert worden waren. Es gab wieder eine Begeisterung für die „Unitas“, sodass ein portugiesischer Gast nach einer Kneipe in der portugiesischen Zeitung „A Ordern“ 1984 schreiben konnte „Die ganze Versammlung wurde durch begeisterte Gesänge – auf Deutsch und Latein – belebt.“ Schließlich begründeten die Bundesbrüder unterstützt aus den Nachbarstätten am 29.6.1985 die Unitas Palatia wieder. An diesem Tag fand im Ratskeller zu Ehren der Wiederbegründung ein Festkommers mit Teilnahme der Verbandsspitze statt. Mit dem feierlichen Publikationsamt im Sommersemester 1985 tritt die Palatia nicht nur wieder auf die unitarische Bühne, sondern nimmt auch in alter Tradition am Verbandsleben teil. Bis zum Jubiläumsjahr 2000 gibt es bis auf zwei Ausnahmen keine Generalversammlung, an der die Palatia nicht mit einer Chargenabordnung teilnimmt.

Anschreiben der Altherrenvereins-Vorsitzendes von 1984

Einladung zum Festkommers zur Wiederbegründung der Unitas Palatia

Inspiriert durch den Gewinn der Fußballweltmeisterschaft in Italien beschließen die Palaten in der Verlängerung der WM, dem Wintersemester 91/92, ein Fußballturnier Süd-West ins Leben zu rufen. Viele Anrufe in der Region in Zusammenarbeit mit dem Aktivenvertreter waren notwendig, um im Sommersemester 1992 das erste Turnier in Darmstadt ausführen zu können. Die Palaten nutzten ihren Heimvorteil und holten sich den Pokal. Auch in beiden darauffolgenden Jahren in Freiburg und Mainz konnte man das Turnier als Sieger beenden. Erst 1995, beim Turnier in Karlsruhe, setzte man mit einer entsprechenden Mannschaftsaufstellung die Weichen, um den Pokal endlich in andere Hände zugeben. Die Unitas Trebeta nutzte ihre Chance und verteidigte den Pokal im nächsten Jahr in Trier. 1997 fand das Turnier zum letzten Mal in Heidelberg statt. Auch hier konnte der ausrichtende Verein, die Unitas Heidelberg, den Heimvorteil nutzen und den Sieg davontragen. Leider ist seitdem das Turnier eingeschlafen. Eine solche Veranstaltung, die Unitarier neben dem unitarischen Leben näherbringt, sollte jedoch wieder zum Leben erweckt werden.

Zeitungsbericht vom Hausbrand Im Wintersemester 1990/91 erwarb der Haubauverein das Haus in der Gutenbergstraße 5. Nachdem es im Einzugsmonat im Obergeschoss brannte, wurde dieses komplett renoviert, im September 2001 folgte die Renovierung des Erdgeschosses und des Kellers. Nachdem es somit gelungen war, mit dankbar anerkannter Hilfe des Zentralen Hausbauvereins des Verbandes und eines großzügigen Zuschusses des Landes Hessen den Traum eines eigenen Hauses zu verwirklichen, glaubte die Aktivitas es wagen zu können, den Antrag auf Ausrichtung einer Generalversammlung in Darmstadt stellen zu können:

1992 kamen zwei Aktive auf die Idee, den Verband nach Darmstadt zu holen. Nicht als Vorort, sondern als Austragungsort der Generalversammlung. Der Verband sollte die „kulturelle Hessenmetropole“ kennen und lieben lernen. Nach ergiebigen Diskussionen um ein Für und Wider, wurde auf dem Generalversammlungs-Konvent abgestimmt und ein Eilantrag an die 112. Generalsversammlung in Frankfurt mit der Bitte um Ausrichtung der Generalversammlung gestellt. Und weil gerade das Jahr 1996 noch frei war und es bis dato keine weiteren Kandidaten gab, beauftragte man die Bundesbrüder aus Darmstadt mit der Ausrichtung der 116. Generalversammlung in eben diesem Jahr. Die Stadt war sehr überrascht, als am darauffolgenden Montag ein Aktiver vorsprach und alle wichtigen Gebäude für das dritte Wochenende im Mai 1996 reservieren wollte. „Zum Glück“ muss man sagen, denn zwei Jahre später stellte sich heraus, dass auch der Sängertag der Deutschen Sängerschaft sowie ein Kinderärztekongress an jenem Wochenende im Mai in Darmstadt stattfinden sollten.

Die Vorbereitungen für die Generalversammlung übernahm ein Generalversammlungs-Ausschuss, der nicht nur mit Darmstädter Alten Herren und vielen Aktiven, sondern auch aus Mitgliedern des Altherrenzirkel Offenbach-Hanau gespickt war. Fortan wurden alle weiteren Generalversammlungen mit wachem Auge, Fotoapparaten und Diktiergeräten besucht, um die positiven Eindrücke der jeweiligen Generalversammlung in die Vorbereitung der eigenen Veranstaltung einfließen lassen zu können.

Am 15.05.1996, dem Vorabend der Generalversammlung, war es dann soweit: Der Vorort und weitere Aktive waren die ersten Gäste, die sich auf dem frisch herausgeputzten Franz-Hitze-Haus ein Stell-Dich-Ein gaben. Der Verlauf der Generalversammlung mit seinem Begrüßungsabend im Hessischen Landesmuseum, den Plenarsitzungen im Liebig-Haus, dem Festkommers im Luisencenter, dem Festball in der Orangerie, dem Pontifikalamt in St. Ludwig und dem Festakt im Moller-Haus konnte besser nicht sein. Die Ausklänge auf dem Haus waren für viele der Aktiven ein positives Erlebnis, dass sie fortan auf keiner Generalversammlung mehr missen wollten.

Auch der Mai zeigte sich von seiner besten Seite und gab den Gästen die Gelegenheit, die „Großstadt im Walde“ von ihrer besten Seite zu erforschen. In die Verbandsgeschichte ging die Generalversammlung in Darmstadt nicht nur als „GV der kurzen Wege“ ein. In Darmstadt begann auch eine neue Ära des Verbandes. Das Plenum entschied sich für die Aufnahme von Studentinnenvereine in den Verband und öffnete sich so für beiderlei Geschlechter.

Zum Thema „Kreativität der Naturwissenschaften – Hoffnung für die Zukunft“ moderierte Bbr. Dr. Ing. Karl Stopfkuchen, dass Podium mit dem Politiker MdB Christian Lenzer, und dem Theologen Bbr. Prof. Dr. Reinhard Marx, sowie dem Physiker Prof. Dr. Peter Beckmann, Universität Mainz und Prof. Dr. Johannes Janicka, Institut für Energie -und Kraftwerkstechnik an der TH Darmstadt. Das Pontifikalamt zelebrierte Bbr. Bischof Dr. Anton Schlembach. „Wege und Möglichkeiten der Biologie“ lautete der Titel des Festreferat von Bbr. Prof. Dr. Wilhelm Killermann.

In der Menschheitsgeschichte haben neue Techniken immer wieder neue Horizonte geöffnet. Naturwissenschaftler haben eine neue Qualität des Umgangs mit dieser Welt ermöglicht. Kreativität naturwissenschaftlichen Denkens hat Wachstumsgrenzen und Umweltschäden überwunden. Aber vor der Freiheit der Wissenschaft steht die übergeordnete Norm, die Würde des Menschen zu achten. Das war der Tenor des Festvortrags mit dem Thema „die ethische Verantwortung des Naturwissenschaftlers“, den der frühere Bundesforschungsminister Prof Dr. Heinz Riesenhuber MdB zum Abschluss der Generalversammlung in Darmstadt hielt.

Die 119. Generalversammlung im Jahr 1996 dürfte auch zur allgemeinen Zufriedenheit verlaufen sein, ausführliche Berichte ab Seite 184. Consenior war unser vietnamesischer Bbr. Han Hoan Nguyen. Zudem sei bemerkt, dass die Palatia immer auch ausländische Bundesbrüder hatte, beispielsweise aus Frankreich, Spanien, Syrien, Ghana, Rumänien, Indonesien und China.

Unabhängig von den Aktivitäten des Vereins im Verband, übernahmen auch einzelne Bundesbrüder Verantwortung innerhalb des Verbandes. Auf der Generalversammlung in Augsburg 1994 wurde Bundesbruder Torsten Waibel zum Aktivenvertreter der Region Süd-West gewählt. Nach seinen beiden Amtsjahren übernimmt er das Amt des stellvertretenden Beirats für Öffentlichkeitsarbeit und wird außerdem Internet-Beauftragter des Verbands. Bbr. Anton Halbich, der nach seinem erfolgreichen Studium des Maschinenbaus nach Aachen wechselt und dort ein Aufbaustudium beginnt, wird 1998 auf der Generalversammlung in Düsseldorf zum Vorortsschriftführer des Vororts Aachen gewählt. Seine erste Amtshandlung war die Beauftragung der Palatia mit der Ausrichtung eines Aktiventages 1999 in Darmstadt. Jedoch konnte dieses Projekt nicht umgesetzt werden und wurde dankenswerterweise von unseren Kölner Bundesbrüdern übernommen, bereitet man sich doch schon auf sein 80.Jubilläum ein Jahr später vor. Das 80. Jubiläum sollte zur vollen Zufriedenheit des damaligen Altherrenvereins-Vorsitzenden (1990-2005) Prof. Dipl. Ing. Gerd M. Danner verlaufen sein, gab es ja sogar eine erste kleine Festschrift.

Im Wintersemester 96/97 wird auf Anregung des Alten Herrn Grossmann zum ersten Mal das Vereinsfest zu Ehren des Heiligen Thomas von Aquin in der Kirche St. Thomas von Aquin in Langen gefeiert. Zusammen mit den Unitariern aus Mainz und Frankfurt wird ein Vereinsfest gefeiert, dass die unitarischen Prinzipien Virtus – Scientia – Amicitia mit Leben ausfüllt. Eine lange in Angriff genommene Idee ist nun seit fast 25 Jahren fester Bestandteil der Unitas-Gemeinde im Rhein-Main-Gebiet geworden.

„Die Unitas ist eine große Familie.“ Wer einmal eine Schwesterverbindung oder eine Verbandsveranstaltung besucht hat, wird dies bestätigen können und zukünftige Besuche nicht mehr missen wollen. Hoffen wir, dass noch lange der Hilferuf „Erbarmen, zu spät, die Palaten kommen“ durch andere Verbindungshäuser klingen wird.

Cover der FUZ (Freie Unitarische Zeitung) Seit Ende der 1990er Jahre erfreut sich die Darmstädter Altherrenschaft mehr oder weniger regelmäßig über Post von der Aktivitas. Diese macht sich heutzutage jährlich die Mühe über die Aktivitäten einen Bericht zu verfassen und diese gesammelt in der FUZ (Freie Unitarische Zeitung) zu verschicken. Die FUZ dient seitdem als Archiv des Vereines, die letzten 20 Jahre, sind daher im Vergleich zu den vorherigen Jahrzehnten sehr gut dokumentiert.

Nachdem im Wintersemester 2005/06 Bundesbruder Jörg Belz den Aktivenvertreter der Region Süd-West stellte, wurde am 14.07.2007 der W.K.St.V. Unitas Palatia Darmstadt in Stuttgart feierlich zum Vorort des Unitas-Verbandes erhoben und repräsentierte die aktiven Vereine in den Jahren 2007 und 2008. Das Vorortspräsidium bestand aus den Bundesbrüdern Johannes Günther v/o Rocky als Vorortspräsident und den Vorortsschriftführern Christoph Baumann v/o Bacchus, Matthias Fischer v/o Alfred und Manuel Wagner v/o Tilll. Auch nach dem Vorortsjahr engagierten sich einige Bundesbrüder weiter im Verband. Bbr. Christoph Baumann stellte von 2008 bis 2010 den Vertreter beim Europäischen Kartell-Verband (EKV). Als Internetbeauftragte waren die Bundesbrüder Matthias Fischer und Manuel Wagner aktive. Letzterer übernahm 2013 das Amt des Altherrenvereins-Vorsitzenden von Bundesbruder Torsten Waibel, als dieser, aus der Notgeboren, das Amt des Verbandsgeschäftsführer übernahm. Bundesbruder Waibel hatte sich bereits zu Aktivenzeiten als Aktivenvertreter 1994/95 und seit 2008 als stellvertretender Verbandsgeschäftsführer in besonderer Weise für die organisatorischen Belange des Verbandes eingesetzt. Für die inhaltlichen Beiträge fühlte sich unser B-Philister Bundesbruder Christian Poplutz, nicht nur auf unseren Veranstaltungen, sondern auch im Verband als Vorsitzender des Beirates für Gesellschaftspolitik seit 2007 verantwortlich. Dazu gehörte auch die Ausrichtung des Krone-Seminars, das Aktive der Palatia stets gerne besuchten um sich auch in sozialen und gesellschaftspolitischen Fragen weiter zubilden. 2019 übernahm Bbr. Poplutz das Amt des Vorsitzenden des Altherrenbundes. Geistlich profitierte die Palaten in den vergangenen Jahren von der guten Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschulgemeinde.

Anfang der 2000er Jahre intensivierte sich die Zusammenarbeit zwischen der Unitas Palatia und der Katholischen Hochschulgemeinde wieder, nachdem sie in den vorherigen Jahren etwas abgeflaut war. Einige Bundesbrüder begannen damit, regelmäßig die Gottesdienste und Veranstaltungen der Katholischen Hochschulgemeinde zu besuchen. Aus diesen Besuchen entwickelte sich eine stets enger werdende Zusammenarbeit. So richtete die Palatia unter der Federführung der Bundesbrüder Kneidl und Fischer „Hessische Abende“ in der Hochschulgemeinde aus, um den Studierenden aus fernen Ländern die hessische Küche näher zu bringen. Als der Weltjugendtag im Jahr 2005 in Köln stattfand, bat der Hochschulpfarrer Janik die Palatia, während der Tage der Begegnung vor dem Weltjugendtag einige Gäste auszunehmen. Die Tage der Begegnung dienten dazu, dass die internationalen Besucher des Weltjungendtages in der Woche vor der eigentlichen Veranstaltung ihr Gastland kennen lernen konnten. Aus diesem Anlass waren für eine Woche Studierende des Trinity College in Dublin zu Gast in Darmstadt. Auf dem Palatenhaus kam neben drei Studenten der irischen Hochschulgemeinde auch der Dubliner Hochschulpfarrer David Brough unter. Mit Pater David verband die Palatia auch in den kommenden Jahren eine enge Freundschaft. So besuchten die Bundesbrüder Wagner, Baumann, Ratzke und Fischer beispielsweise ein paar Jahre später Pater David in Dublin und stellten das wohl erste unitarische Chargenteam beim Dubliner Pfingstgottesdienst. Das Auftreten der Deutschen in Vollwichs sorgte für einiges Aufsehen und schöne Erinnerungsfotos mit dem Dubliner Bischof. Auf dem Ausklang wurde so neben den traditionellen irischen Liedern auch das unitarische Bundeslied gesungen. Selbstverständlich nahmen auch Aktive der Palatia am Weltjugendtag teil. Die Bundesbrüder Baumann, Wagner und Fischer wurden gemeinsam mit Bundesbrüdern aus der ganzen Republik auf dem Haus der Rhenania Bonn aufgenommen und genossen in einer Gruppe von fast zwanzig aktiven Bundesschwestern und Bundesbrüdern in Weltjungendtag in Köln. Nach dem Weltjugendtag unterstützte die Palatia Pfarrer Janik und die Hochschulgemeinde weiterhin, beispielsweise beim Aufbau und der Betreuung des Altars im Herrengarten zu Fronleichnam.

Auch mit dem Nachfolger von Pfarrer Janik, dem neuen Hochschulpfarrer der Katholischen Hochschulgemeinde Darmstadt, Stephan Weißbäcker, der nicht nur Kneipen regelmäßig mit seinem geistlichen Geleitwort bereicherte sondern auch die jährlichen Gottesdienst zum Gedenken unsere Verstorbenen Bundesbrüder übernahm und auch mit seinen Wissenschaftliche Sitzung: „Gehalt und Theologie der Hl. Messe“, „Begegnung und Wandlung – Theologie und Spiritualität der heiligen Messe“, „Eine andere Kirche? Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen katholisch und evangelisch“, „Theologie vom Fass: Papst und Luther“, „Heiligsprechungen“ oder etwa „Ist die AfD für Christen wählbar?“ oder seiner Festrede „Luther aus katholischer Perspektive“ zur Diskussion über die Grundsätze unseres Glaubens beitrug. Gerne wurden auch die Vorträge der Katholischen Hochschulgemeinde zum jeweiligen Semesterthema besucht.

Einige Philister zeichneten sich ebenfalls dadurch aus das sie immer wieder für Wissenschaftliche Sitzungen begeistern ließen. So verbrachten man lehrreiche Stunden mit Oberstudienrat Theo Frey, beim Besuch von Strasbourg oder seinen Berichten zu Religion in Chile, über die Klöster der Romanik oder einer einfachen Lateinstunde. Bundesbruder Ludwig Pohl berichtet beispielsweise über Flüssigkristalle. Ehrensenior Rolf Sutor zeigte Bilder seinen Asienreisen und Werner Lorek über Griechenland und die Wiegen der europäischen Kultur. Die Bundesbrüder Wagner und Fischer berichteten über ihre Reisen ins Heilige Land. Günter Großmann sprach beispielsweise über „die weiße Rose“ oder seine Polen Erfahrungen. Bundesbruder Winfried Jäger berichtet aus seinem Leben als Strafrichter oder seinen Reisen durch Südamerika, insgesamt 15 Wissenschaftliche Sitzungen von ihm sind zwischen 1993 und 2016 dokumentiert.

Als ein jährliches Highlight gelebter unitarischer Gemeinschaft erwies sich der regelmäßige Besuch bei Bundesbruder Helmut Mann und seiner Frau Annemarie. Von 1987 bis 2016 und damit fast 30 jahrelang, besuchte die Aktivitas einen Abend im Wintersemester das Haus in Goddelau und lauschte, bei reichlich Leberkäse und Salaten, den Anekdoten des lieben Alten Herrn Mann und sang gemeinsam studentische Lieder. Genauso wie der Besuch bei Familie Mann, wurde mit der Zeit zur Tradition, die Biertaufen der neuen Bundesbrüder im Hause Mann zu zelebrieren.

Auf der 137. Generalversammlung in Bamberg im Jahr 2014 trat die Unitas Palatia erneut zur Wahl für den Vorort 2015/16 an und gewann die Wahl. Das Vorortspräsidium stellten die Bundesbrüder Jan Zimmermann v/o Udo als Vorortspräsident und Kai Suchanek v/o Mimmie, Georg Kaiser v/o Bilbo und Robert Blessing v/o Babba als Vorortsschriftführer. Im Vorortsjahr 2015/16 gestalteten sie den Prozess Unitas 3.1 „Drei Prinzipien, ein gemeinsamer Weg“ zur künftigen Entwicklung des Unitas Verbandes federführend mit. Gemäß dem Motto „Aus Tradition anders“ wurde immer wieder hinterfragt, warum wir Unitas sind und was unsere elementaren Inhalte sind. Hierzu wurde auch in die Geschichte des Verbandes geschaut und aktuelle Entwicklungen kritisch reflektiert, um schließlich zukunftsweisende Handlungsempfehlungen aufzustellen. Die Aktivitas beschloss dabei auch, ihre soziales Projekt mit neuem Leben zu füllen, so half sie, wenn eben möglich, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Darmstadt beim jährlichen Aufbau eines Zeltes für den Zirkus Datterino, seit seiner Gründung im Jahr 2000 fester Bestandteil der Darmstädter Angebote für Kinder und Jugendliche. Der Zirkus Datterino bietet allen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich auszuprobieren und neue Erfahrungen zu sammeln. Körperliche, psychische, soziale oder gar finanzielle Voraussetzungen spielen keine Rolle. Im Kinderzirkus Datterino kann jeder an der Welt des Zirkus teilhaben und findet bestimmt die richtige Disziplin. Gelegentlich wurden zur Weihnachtszeit, dank einige Damen, auch hunderte Plätzchen gebacken, die in Tüten verpackt an die Tafel Darmstadt gespendet wurden.

Die Bundesbrüder Marcel Neu und Jan Zimmermann engagierten sich nach dem Vorortsjahr im Beirat für Hochschulpolitik bzw. Beirat für Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit. Am 09.07.2016 fand in Darmstadt das Regionaltreffen der Region Süd-West statt, das mit rund 30 Gästen zum gelungenen Austausch zwischen den Unitas Vereinen der Region beitrug.

Bereits 2015 auf der 138. Generalversammlung in Würzburg stellte die Palatia den Antrag, die 143. Generalversammlung in Darmstadt auszurichten. Das Motto der zweiten Generalversammlung in der Wissenschaftsstadt Darmstadt sollte auch dieses Mal wieder einen Bezug zwischen Ethik und Technik erzeugen und lautet nach einigem Brain-Storming „Mensch Maschine Gott – Verantwortung technischen Handelns“. Die Sitzungen sollten wie gehabt im Justus-Liebig-Haus stattfinden und der Kommers dieses Mal im neu erbauten Darmstadium, dem Kongresszentrum das nach dem 1994 am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung entdeckten 110 Element des Periodensystems benannt ist. Hinzu kommen die Verbandsmesse in St. Elisabeth und das Pontifikalamt mit Kbr. Bischof Kohlgraf in St. Ludwig. Besondere Spannung versprach auch die Podiumsdiskussion zum Zwiespalt zwischen den unbegrenzten Technisches Möglichkeiten und den ethischen Herausforderungen, die damit einhergehen.

Die Palatia hat sich, wie gezeigt wurde, also in den vergangen 100 Jahren, trotz schwieriger Zeit oder grade wegen dieser, zu einem stabilen Verein entwickelt, möge sie auch weiterhin wachsen, blühen und gedeihen.