Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


Übersicht

Variatio delectat

Von:  Schriftleitung

08.01.2019

Nach 18 Jahren erscheint die unitas – beginnend mit der Ausgabe 1/2019 – in einem rundum erneuerten Gewand. Was künftig anders wird und warum, aber auch was erfreulicherweise alles aus dem bisherigen Layout übernommen werden konnte, erläutert nachfolgend der neue Schriftleiter der Verbandszeitschrift.

Vorab eine Warnung: Wer eine Revolution erwartet, den wird das neue Gewand der unitas enttäuschen. Schade. Aber nicht zu ändern. Alle übrigen haben vermutlich Grund zur Freude. Denn mit dem Redesign der Verbandszeitschrift, dessen wesentliche Bestandteile nachfolgend kurz vorgestellt und erläutert werden sollen, verfolgt die neue Schriftleitung vor allem zwei Ziele. 

Einerseits galt es, das 18 Jahre alte Layout so weiter zu entwickeln, dass es veränderten Lesegewohnheiten Rechnung trägt. Anderseits sollte die „Leser-Blatt-Bindung“ nicht unnötig strapaziert und den Bundesschwestern und Bundesbrüdern nicht zugemutet werden, sich in einem völlig neuen und ungewohnten Gestaltungsrahmen zurecht finden zu müssen.

So haben wir etwa eine der im bisherigen Layout verwandten Schriften, die „Officia Serif“, übernehmen können. Diese Schrift wird auch im „neuen“ Layout bei Überschriften, Schnell-Lese-Ebenen und Autorenzeilen verwandt. Auch die Seitenzahlen in den gewohnten Kreisflächen – vor 18 Jahren eine Revolution – werden beibehalten. Allerdings greift der untere Gestaltungsrahmen nun erstmals auch das vom BOEN entwickelte Corporate Design auf, sorgt so für eine hohe Wiedererkennbarkeit und gliedert die Verbandszeitschrift in die Flotte der übrigen Informationsmaterialien ein.

Ganz neu ist dagegen die Schrift für den Fließtext. Statt der bisher verwandten serifenlosen haben wir uns hier nun für eine „Merriweather“ entschieden. Diese recht moderne Serifenschrift zeichnet sich dadurch aus, dass sie über größere Kleinbuchstaben als viele andere verfügt, was ihre Lesbarkeit auf dem Bildschirm erhöht und älteren Semestern auch bei Lektüre der Printversion entgegenkommen dürfte.

Zur Steigerung der Lesbarkeit haben wir zudem den Anteil der „Weißräume“ erhöht. Doppelseiten tragen künftig das jeweilige Ressort im Seitenkopf, um „eiligen“ Lesern, bereits beim ersten flüchtigen Durchblättern des Heftes mehr Orientierung zu bieten.

Bewusst beibehalten wird dagegen der schon jetzt sehr hohe Bildeinsatz. So wird auch künftig niemand auf die von der bisherigen Schriftleitung stets liebevoll arrangierten Bilderbögen verzichten müssen, wie sie etwa im Zuge der Berichterstattung über Verbandsveranstaltungen wie der Generalversammlung üblich geworden sind.

Im Zuge des Redesigns, das nur dort richtig verstanden wird, wo es als evolutionäre Weiterentwicklung des bisherigen Layouts betrachtet wird, wurden die Möglichkeiten des Bildeinsatzes jedoch deutlich erweitert. So können Bilder – anders als im bisherigen Layout – künftig auch außerhalb des Satzspiegels platziert werden und erstmals bis in den Anschnitt hineinreichen. Das sorgt nicht nur für mehr Abwechslung bei der Platzierung, sondern ermöglicht erstmals auch den Einsatz extremer Querformate sowie üppiger Panoramabilder.

Neu ist auch die Einführung einer Ikon-Leiste auf der Titelseite. Sie ermöglicht es nicht nur, zusätzlich zum Titelthema noch drei weitere Themen mit Text und Bild bereits auf der Titelseite anzukündigen, sondern erlaubt erstmals auch den Einsatz von Querformaten als Titelbild. Wie bedeutsam diese Neuerung ist, vermag nur der richtig einzuschätzen, der auch weiß, dass sich die Produktion von Hochformaten mit dem Aufkommen von Online-Medien dramatisch verknappt hat. Weil das Verhältnis von Hoch- und Querformaten heute in etwa nur noch 1:10 beträgt, steigern wir auf diese Weise die Optionen bei der Titelbildauswahl um rund 90 Prozent.

Variatio delectat – der Wechsel erfreut. In diesem Sinne hofft die neue Schriftleitung dass auch das Redesign der unitas die Bundesschwestern und Bundesbrüdern erfreuen möge und von ihnen als das aufgenommen und betrachtet wird, was es zu sein beansprucht: Die sorgsam durchdachte Renovierung und behutsame Fortentwicklung von Vertrautem und Liebgewonnenem.

Von Bbr. Stefan Rehder

 

* Eine ausführlichere Fassung dieses Textes erscheint in der Rubrik „Verbum peto“ in unitas 1/2019.