Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


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Goldene Unitas-Nadel für Bbr. Helmut Wiechmann

Von:  Unitas-Verband e.V.

30.01.2018

Essen. Zu einem „Akademischen Festabend“ hatte die Ruhr-Unitas (Unitas Ruhrania Bochum-Duisburg-Essen-Dortmund) anlässlich der von der 140. Generalversammlung (GV) einstimmig beschlossenen Verleihung der Goldenen Nadel des Unitas-Verbandes an Bbr. Pastor Helmut Wiechmann eingeladen. Die Festveranstaltung im Feldschlösschen mit zahlreichen Gästen aus dem unitarischen Kreis und aus den Lebensstationen des zu Ehrenden sollte den würdigen Rahmen für die Verleihung dieser von der 82. GV in Münster gestifteten seltenen Ehrung des Unitas-Verbandes bieten.

Bbr. Helmut Wiechmann, Jahrgang 1951, wuchs in Essen auf und ging seinen praktischen Begabungen zunächst in einer Lehre als Maler nach. Bald verschrieb er sich der tätigen Zuwendung zum Menschen, machte eine Ausbildung als Krankenpfleger, war in mehreren Krankenhäusern tätig – bis der examinierte Anästhesiepfleger ein weiteres Ziel ins Auge fasste: Um seinem Wunsch zum Priestertum näher zu kommen, nahm er am Abendgymnasium das Abitur in Angriff und schrieb sich damit an der Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum für das Fach Katholische Theologie ein. Neben seiner vollen Berufstätigkeit ergänzte er das Studium mit Spezialausbildungen – u.a. zu Patientenzentrierter Gesprächsführung in Paderborn – und schloss seine universitäre Ausbildung als Diplom-Theologe ab. Am 2.2.1991 hatte sich Bbr. Helmut Wiechmann der in Wiederbegründung stehenden Unitas-Ruhrania angeschlossen und wurde ihr erster neuer Senior. In zahlreichen Ämtern diente er der Unitas-Korporation an den Ruhr-Universitäten. Er prägte aber nicht nur sie, sondern übernahm auch nach seiner Priesterweihe im Hl. Jahr 2000 bald viele Aufgaben im Unitas-Verband. 2002-2014 wirkte er als Geistlicher Verbandsbeirat und wirkte in diesen Jahren als unermüdlicher Seelsorger in der ganzen unitarischen Familie. Die 137. Generalversammlung 2014 in Bamberg würdigte seinen Einsatz mit der Verleihung der Silbernen Verbandsnadel.

Eingebettet in das unitarische Vereinsfest zu Ehren des Hl. Thomas v. Aquin zelebrierte Bbr. Wiechmann zusammen zwei Brüdern der Salesianer Don Boscos die Heilige Messe in der gut gefüllten Kapelle des St. Johannesstifts. Im Anschluss gab der Sektempfang im Feldschlösschen, dem im Essener Unitas-Haus beheimateten Restaurant, den Auftakt zu den Feierlichkeiten. Rund 80 Gäste, Freunde, Familie, Unitarier füllten die Räumlichkeiten mit Wiedersehens- und Willkommensgesprächen. Dr. Christof Beckmann, Vorsitzender des AHV Unitas Ruhrania, führte mit netten Anekdoten, Hintergrundinformationen und einer Auswahl an unitarischem Liedgut durch den akademischen Festabend. Im Anschluss brachte der Vorsitzende des Altherrenbundes, Bbr. Dr. Dr. Thomas Lohmann, in seiner sehr persönlichen Laudatio den Dank des Unitas-Verbandes für das unermüdliche und über viele Jahre dauernde Wirken von Bbr. Helmut Wiechmann als Geistlicher Beirat des Verbandes, für sein authentisches Auftreten und seine aufrichtige Sorge um seine Bundesbrüder und Bundesschwestern in echter freundschaftlichen Begegnung, für die vertrauensvolle, herzliche und offene Zuwendung in der Weggemeinschaft zum Ausdruck. Vor den gespannten Augen der aufmerksamen Gäste heftete Vorortspräsident Simon Konermann Bbr. Helmut Wiechmann die Goldene Unitas-Nadel an. In seinem Dank für die Ehrung, die er auch als Verpflichtung für die Unitas annehme, gab Bbr. Helmut Wiechmann einen beeindruckenden Einblick in seinen Lebensweg, den er in der Berufung zum Dienst für seine Mitmenschen mit vielen Mühen aber auch viel Lachen gegangen ist.  Viele Weggefährten erfuhren an diesem Abend auch seinen Dank für das Miteinander in den zurückliegenden Jahren.

Der Dank des Unitas-Verbands gilt Bbr. Helmut Wiechmann!