Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


1973 - Die letzten Jahrzehnte

Auch die Mitte der 70er Jahre (1973: 38 Vereine) ist eine Phase kritischer Orientierung - die Folge der Studentenunruhen. Ihr folgt wieder ein neuer Aufschwung. Attraktiv für Neumitglieder ist die überall im Verband gelebte Internationalität. Zur UNITAS finden nicht nur Mitglieder aus europäischen, sondern auch aus vielen afrikanischen, asiatischen, südamerikanischen Ländern. Auch in den "neuen" Bundesländern findet der Verband wieder eine Heimat: Nach der Wende entstand mit der UNITAS in Magdeburg/Erfurt eine Initiative in den neuen Bundesländern.

Verstärkt wird in den letzten Jahren das soziale Engagement: Neben die Unterstützung für das indische Patenbistum Salem treten immer mehr konkrete Einzelprojekte. Zu einem großen Erfolg wird der mit der Caritas gemeinsam abgeschlossene Bau des "Robert Schuman-Hauses", eines Kinderheims in Markkleefeld bei Leipzig.

Die Projekte begleiten in diesen Jahren einen intensiven innerverbandlichen Diskussionsprozess: Auf dem Weg in das Heilige Jahr 2000 war viel Gemeinsamkeit gefragt. Jung und Alt ziehen an einem Strang. Und dabei ist der "Männerverband" nicht unter sich geblieben - Konsequenz auch hier: Denn mit der Aufnahme von Studentinnen hat der UNITAS-Verband für ein echtes Novum auf der gesamten Szene der traditionellen Studentenverbände gesorgt. Seit Beginn der 1990er Jahre sind dem UNITAS-Verband UNITAS-Studentinnenvereine in Bonn, Frankfurt, Freiburg, Gießen und Marburg assoziiert. Und seit der UNITAS-Generalversammlung 1996 sind sie mit allen Rechten in den Verband aufgenommen.

Heute - in einer Zeit der Renaissance waffenstudentischer Verbindungen mit oft bedenklichen Einstellungen zu politischen Fragen und studentischen Fecht- und Trinksitten - stellt sich der UNITAS-Verband die Aufgabe der Verknüpfung traditioneller Formen mit der zeitgemäßen Verwirklichung seiner Prinzipien. Und jeder einzelne Verein, jeder Unitarier und jede Unitarierin weiß: Dieser Verband, seine Prinzipien und seine Tradition, sind nicht dem beliebigem Zeitgeist unterworfen. Denn: "Mainstream" ist immer "von gestern".