Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


Übersicht

Regionaltreffen SüdWest

Von:  Unitas Palatia zu Darmstadt

20.01.2017

Anlässlich des Regionalreffens SüdWest reisten über zwei Dutzend Unitarier und Unitarierinnen aus zehn verschiedenen Vereinen nach Heidelberg. Ab Elf Uhr führten unsere beiden Bundesbrüder Stephan Einert und Peter Braun durch einen Workshop zur Persönlichkeitsentwicklung. Im ersten Block stellten sie dabei die 4 Persönlichkeitstypen der DISC Methode/Modell vor. Sie bezeichnet einen auf Selbstbeschreibung beruhenden Persönlichkeitstest mit den vier Grundtypen Dominanz, Initiative, Stetigkeit/Stabilität und Gewissenhaftigkeit/Konformität.

Der D-Typ kann als „Kämpferischer Steuermann“ beschrieben werden. Er wirkt fest entschlossen, erzielt Ergebnisse und trägt Risiken. Auf andere wirkt er oft grob, hart und egoistisch, was als unter drucksetzen empfunden werden kann. Gerhard Schröder und Donald Trump sind zwei Politiker die sich am stärksten diesem Typ zuordenen lassen.

Willy Brandt war ein Bundeskanzler der sich dem I-Typ, dem „Ausdrucksvollen Beziehungsfachmann“ zuordnen lässt. Dieser Typ ist Enthusiastisch, Aktiv, schnell Staunen. Er wirkt oft zu impulsiv bzw. emotional, ist leicht zu begeistern und hat manchmal zu viele Eisen im Feuer.

Es folgte der S-Typ der „Freundliche Ermutiger“. Er wirkt angenehm, nett, gewinnt Vertrauen und sucht Kompromisse. Sein Vertrautes Umfeld ist ihm sehr wichtig. Auf der anderen Seite wird er als langsam, braucht länger und klebt an Bewährtem, kann nicht Nein sagen und gibt nach beschrieben. Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt viele dieser Merkmale.

Als letzte wollen wir Helmut Schmidt als einen Vertreter des C-Typen nennen, der „Analytische Systemfachmann“. Er ist gründlich, hartnäckig und sachlich, für ihn sind Tatsachen wichtig. Negativ könnte er als unnahbarer Fachidiot, der den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, beschrieben werden.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen, bei dem bereits viele Gespräche über die verschiedenen Typen geführt wurden und ein allgemeiner Austausch zwischen den Vereinen stattfand , beschäftigten wir uns mit unseren eigenen Zuordnungen. Hierzu hatten wir bereits im Vorfeld einen Fragebogen ausgefühlt. Nachdem wir unsere persönliche Auswertung erhalten hatten, erfuhren wir wie wir diese zu lesen hatten. Abgebildet waren zwei Profile, das eine zeigte an wie es der Person geht, das angepasste Verhalten, während das andere das natürliche Verhalten an gibt, also wer die Person ist. Die meisten Menschen zeigen dabei ein Profil, dass aus zwei bis drei der Aufgezeigten Typen besteht. Dieses bedeutet, dass es jemandem in seinem Bereich leicht fällt etwas zu tun, währenddessen er oder sie in den anderen Bereichen mehr Aufwand benötigt.

Aus statistischen Daten, für Deutschland, von 2001 bis heute zeigt sich, das nur 5-8% ihre Stärkste Ausprägung im D-Typen haben. Der S-Typ mit 20-25% ist nur minimal kleiner als der C-Typ mit 25-28%. Die stärkste Ausprägung hat in Deutschland tatsächlich mit 44-50% der I-Typ.

Zusätzlich zu unserer Typen-Einteilung erhielten wir noch personalisierte Angaben zu unseren Motivatoren und Stärken. Interessant war auch zusehen welche Faktoren unsere Motivation reduzieren und wie wir unter Stress reagieren. Im Gespräch mit unseren Bundesgeschwistern erkannten wir dabei, dass viele dieser Angaben gut auf uns zutreffen, dies kann denn Teilnehmern nun dabei helfen sich selber richtig einzuschätzen. Insgesamt erlebten wir einen spanenden und lehrreichen Workshop, den viele von uns gerne weitervertiefen würden. Vielen Dank an die beiden Referenten, Stephan Einert und Peter Braun, und die Stiftung Unitas 150 plus die den Workshop ermöglichten. Gerne empfehlen wir den Workshop auch anderen Region oder dem designierten Vorort als Vorbereitung auf seine Amtszeit.

Bei Strahlendem Wetter machten wir uns im Anschluss unter der Leitung unseres Bundesbruders Roberto Berardinelli auf zu einer kleinen Stadtführung durch das normaler weise mild-maritime Klima (ausnahmsweise hatte es geschneit). Wir erfuhren viel über die Geschichte Heidelbergs und besuchten die wichtigsten Ort, wie Rathaus, Jesuitenkirche, die Universität und Bibliothek. Außerdem erfuhren wir ein wenig über das Couleurstudentische Leben in Heidelberg. Einige kehrten darauf hin im Schnookelloch einer Couleurstudentischen Kneipe ein, die einen Besuch wert ist.

Aber als hatten wir noch nicht genug gelernt, fanden wir uns am Abend zu einer Bierverköstigung ein. Bbr. Manuel Rudolph moderierte durch den Abend, während Bundesbruder Tom Fourmann gekonnt und tiefgründig über belgische Biere referierte und so unsere Geschmacksnerven auf die Probe stellte. Der Abend klang schließlich gemütlich mit zahlreichen Gesprächen zwischen den Bundesbrüdern und Bundesschwestern der unterschiedlichen Vereine aus.

Am nächsten Morgen wurde noch schnell aufgeräumt und das Regionatreffen Südwest endete schließlich mit dem Besuch der Heilige Messe in der Heiliggeistkirche. Erschöpft, zufrieden und mit der Vorfreude auf das nächste Regionaltreffen 2018 in Karlsruhe reisten wir schließlich alle Richtung Heimat.