Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


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Heinrich Pesch-Preis für Wolfgang Clement

Von:  Unitas-Verband e.V.

22.06.2017

Wolfgang Clement (76), der siebte Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und ehemalige Bundeswirtschaftsminister, wird mit dem vom Verband der Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereine Unitas zusammen mit dem „Förderverein des ‚Verband der wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine Unitas e. V.’ für Sozialwissenschaft und soziale Tätigkeit - Heinrich Pesch Preis“ verliehenen diesjährigen Heinrich Pesch-Preis ausgezeichnet. Damit werde Clements langjähriges politisches Wirken und anhaltendes Engagement gewürdigt: „Auf einer ordnungspolitischen Grundlage, die nicht zuletzt bestimmt wird durch das Christliche Menschenbild, bezieht unser Preisträger klar Position im Spannungsfeld zwischen individueller Verantwortung und sozialer Gerechtigkeit. Dabei steht er für Konsequenz und Glaubwürdigkeit“, heißt es in der Begründung. Der Preis wird am 21. Juli in Bonn verliehen.

Der aus Bochum gebürtige Clement, gelernter Journalist und Jurist, war 1981-1986 Sprecher des Bundesvorstandes und 1985-1986 zugleich stellvertretender Bundesgeschäftsführer der SPD. Bis 1989 war er Chefredakteur der Hamburger Morgenpost, 1993-2002 Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen und 1998-2002 als Nachfolger von Johannes Rau NRW-Regierungschef. Anschließend leitete er bis 2005 das durch die Zusammenlegung von Wirtschafts- und Arbeitsministerium neu geschaffene „Superministerium“. 2008 trat er nach 38 Jahren aus der SPD aus, der er mangelnde Abgrenzung zu den Linken vorwarf und unterstützte anschließend die FDP. Er ist als langjähriges Mitglied der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) seit 2012 deren Kuratoriumsvorsitzender.

Der Heinrich Pesch-Preis ist benannt nach dem Kölner Jesuiten und Sozialphilosophen Heinrich Pesch (1854-1926), der als einer der bedeutendsten Volkswirtschaftler des frühen 20. Jahrhunderts und Begründer des Solidaritätsprinzips der katholischen Soziallehre gilt. Die Ehrung ging erstmals 1986 an Wilhelm Paul Link, Generalpräses des Kolpingwerks in Lateinamerika. Zu den weiteren Preisträgern gehören der CDU-Politiker Norbert Blüm, KAD-Präsident Ludwig Freibüter, Bischof Franjo Komarica von Banja Luka, der frühere Dresdener Bischof Joachim Reinelt, der ehemaliger Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister des Innern Rudolf Seiters, Franz H. Müller als Wegbereiter der Christlichen Gesellschaftslehre in den USA, Johannes Stemmler (Bund katholischer Unternehmer, BKU), Anton Rauscher, ehemaliger Ordinarius für Christliche Gesellschaftslehre an der Universität Augsburg und langjähriger Direktor der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach sowie der nigerianische Theologe Obiora F. Ike, der in besonderer Weise die Verbreitung der Christlichen Gesellschaftslehre in Afrika fördert.