Unitas - ein Name, ein Programm

Die Unitas wurde 1855 von Bonn und Tübingen aus begründet und ist damit der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands.


Krone-Seminar

Schon bald nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland sammelte Bbr. Dr. Heinrich Krone Mitglieder des Unitas-Verbandes, die als Bundestagsabgeordnete oder in den Bundesministerien tätig waren, zu einem Gesprächskreis um sich. Später kamen Unitarier aus den Institutionen hinzu, die ihre Zentrale oder ihre Vertretung nach Bonn gelegt hatten.

Die regelmäßigen Zusammenkünfte fanden zunächst im Pfarrhaus der Münsterpfarrei in Bonn statt, wo Bbr. Prälat Hermann Josef Stumpe als Pfarrer und Stadtdechant tätig war.

Ständige Themen im Krone-Kreis waren kirchliche, politische und unitarische Fragen. Es ging immer darum, wie Unitarier mit ihren Vorstellungen im politischen Leben gestaltend mitwirken konnten. Die besondere Aufmerksamkeit galt den Studenten, die Mitglieder des Unitas-Verbandes waren, und deren staatsbürgerlichen Bildung.

Nach mehreren staatsbürgerlichen und hochschulpolitischen Veranstaltungen in den Jahren zuvor, wird seit 1973 jährlich ein „Krone-Seminar" durchgeführt. Ziel ist es, den jungen Unitariern staatsbürgerliche Fragen und die katholische Soziallehre nahezubringen. Es gehört zu den Zielen des Unitas-Verbandes, die Mitglieder zu befähigen, die Wertorientierung unseres Grundgesetzes und die aus der katholischen Soziallehre hervorgegangenen Grundlagen zur Gestaltung unserer Gesellschaft offensiv in der öffentlichen Diskussion zu vertreten.

Diese Arbeit war vor allem in der Folge der studentischen Unruhen von 1968 von besonderer Bedeutung, da es galt, einer großen Unsicherheit und einem Argumentationsdefizit zu begegnen.

Die Vorsitzenden des „Krone-Kreises":

  • 1950-1973 Bundesminister Dr. Heinrich Krone
  • 1973-1991 Ministerialrat Dr. Ludwig Freibüter
  • seit 1991 Staatssekretär a.D. Dipl.-Volksw. Friedhelm Ost, MdB.

( aus Unitas-Handbuch II, S. 100f )